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Von den Spanischen Konquistadoren nie entdeckt: Machu Picchu

  • Besuch von der Inka-Ruinen von Machu Picchu
  • Erklimmen des Machu Picchu Mountains in Regen und Wolken
  • Nachmittags bei wunderbarem Wetter das UNESCO-Weltkulturerbe bestaunen

 

Nur wenige Ort stehen so zahlreich auf der Liste der Wunschdestinationen von Menschen aus aller Welt, wie die mystische Stadt der Inkas. Von den Spaniern nie entdeckt, ist Machu Picchu in einem Zustand erhalten, welcher bei allen anderen Inkaruinen seines Gleichen sucht.

 

Auf der Suche nach der sagenumworbenen vergessen Inka-Stadt Vilcabamba stiess der Amerikanische Entdecker Hilam Bingham erst 1911 als erster Weisser auf die damals unbekannten Ruinen. Wobei als Erster etwas umstritten ist, schliesslich wohnten immer wieder Indigene auf dem Gebiet, nutzten die Inka-Terrassen zur Landwirtschaft und auch der lokalen Bevölkerung war der Ort ein Begriff. Im Glauben Vilcabamba entdeckt zu haben, sorgte Binghams Fund für weltweites Aufstehen. Heute geht man jedoch davon aus, das Vilcabamba ca. 60 Kilometer weiter östlich im Amazonastiefland liegt. Doch das ist nur Teil der Faszination des Ortes, fast noch herausragender ist seine exponierte Lage an einem Grat zwischen zwei spitz aufragenden Gipfeln.

 

Wer die weltberühmte Zitadelle der Inkas sehen will, sollte früh aufstehen. Also ist bereits um 4.15 Uhr Tagwach. Nach reichhaltigem Frühstück stehen wir um 5.10 Uhr bei der Busstation bereit. Doch wir sind bei weitem nicht die Einzigen, es hat sich bereits eine fünf Bus lange Warteschlange gebildet! Für überteuerte 12 US-Dollar fahren wir nun die zahlreichen Haarnadelkurven hoch zu den Ruinen. Oben angekommen heisst es im Regen nochmals anstehen, um das Gelände der UNESCO Weltkulturerbe-Stätte betreten zu können.

 

Wir steigen gleich links bergauf zu einigen der besten Aussichtspunkte auf die Ruinen, da es dorts morgens noch nicht allzu viele Leute hat. Doch nur für einige Augenblicke erhaschen wir einen Blick auf die Stadt zwischen all den Wolkenschwaden. Wir marschieren weiter hoch in Richtung Puerta del Sol, wo alle Wanderer vom Inkatrail her kommen, in der Hoffnung es möge besser werden.

 

Doch dem Unterfangen ist kein Erfolg vergönnt. Wir stellen fest, die Besteigung des Machu Picchu Mountains nur zwischen 7 und 11 Uhr erlaubt ist. Also machen wir uns als die Ersten des Tages an die kräftezerrenden Treppen hinauf zum 3082 m hohen Berggipfel. In mitterweile strömendem Regen und dichten Nebelschwaden hat der Weg durch den Nebelwald etwas Mystisches.

 

Wolken über dem Nebelwald
Wolken über dem Nebelwald
Trotz Schirm und Regenjacke sind wir bald triefend nass und die wenigen Stellen, die trocken geblieben wären, sind total verschwitzt. Immerhin bietet das Wetter Anlass zur Hoffnung, der Regen lässt nach und zwei drei Mal erblicken wir von den Bergflanken weit unter uns die Ruinen. Nach gut einer Stunde habe ich die 600 Höhenmeter hinter mich gebracht. Im Unterstand ziehe ich mir einen trocken Pullover über, mache einige Bilder und warte auf Niki und besseres Wetter.
Auch Niki hats geschafft!
Auch Niki hats geschafft!

 

Bald danach treffen auf die ersten anderen Touristen ein und es werden immer mehr. Eine Wetterbesserung ist aber leider nicht in Sicht, ja fast im Gegenteil, selbst die wenigen umliegene Hügel verschwinden bald in Schwaden aus Weiss. So bleibt uns nichts anders übrig, als weiter zu warten und hoffen. Einmal ist kurz der schneebedeckte Gipfel des Salkantay zu sehen.

 

Nach etwa 3.30 Stunden ohne Aussicht auf baldige Besserung machen wir uns an den Rückweg. In tieferer Höhenlage wird die Sicht bald besser. Plötzlich kommt auch Machu Picchu wieder in Sicht und die Wolkendecke hebt sich zunehmends, ja löst sich gar langsam auf. Wir setzen uns einfach mal hin und geniessen die nun hervorragende Aussicht, ja so war einer der happigsten Aufstiege meiner Reise doch noch seine Mühe wert.
Die Wolken reissen endlich auf
Die Wolken reissen endlich auf
Nach einer Mittagspause mit der klassischen Postkartensujet-Sicht machen wir uns an die Erkundung der Ruinen. Trotz deutlich besserer Erhaltung als anderswo, sind die Ruinen für mich aus der Nähe nicht vergleichbar mit Bauwerken der Alten Ägypter oder der Maya, da kaum Verzierungen oder kunstvolle Artefakte zu sehen sind.
Blick durch eines der drei Fenster des Tempels
Blick durch eines der drei Fenster des Tempels
Die vielleicht sehenswertesten Gebäude sind der Tempel der drei Fenster. Umgeben von zahlreichen steilen Terrassen, die der Erosion entgegenwirken sollen und natürlich auch zur Agrikultur genutzt wurden. Für Unterhaltung innerhalb der Ruinen sorgen die freiumherwandernden Lamas und wilde Viscachas, welche ein cooles Fotosujet hergeben. Positiv überrascht sind wir insgesamt vom Besucheraufkommen, nach all dem was wir im Vorfeld so gehört hatten. Vielleicht sind wir den Menschenmassen vormittags mit der Besteigung der Montaña auch einfach aus dem Weg gegangen oder jetzt in der Nebensaison sind schlicht nicht so viele Touristen da?!
Sonnenuntergang über Machu Picchu
Sonnenuntergang über Machu Picchu
Ich mache nochmals einige Bilder mit der mittlerweile tieferstehenden Nachmittagssonne, bevor wir uns auf den Rückweg machen. Erschöpft wie wir beide sind, von all den Höhenmetern des Tages, zahlen wir nochmals je 12 Dollar für die Busfahrt nach Aguascalientes.

 

Dort gehen wir direkt essen und geniessen die Happyhour-Drinks. Bevors bald zu Bett geht nach diesem ereignisreichen und sicher unvergesslichen Tag.
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AUTOR
Bild von Marcel Gross

Marcel Gross

swiss hobby photographer with a passion for wildlife, landscape and nature
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